Der neue Bischof der Christkatholischen Kirche wurde in Zürich geweiht PDF Drucken E-Mail

 

„Nicht Menschenlob, nicht Menschenfurcht“ [soll uns bewegen]

Unter diesen anspruchsvollen Wahlspruch stellte der neue Bischof der Christkatholischen Kirche, Dr. Harald Rein, sein zukünftiges Wirken. Er bringt damit zum Ausdruck, dass ihm ein offener Umgang mit den Menschen und offene Gespräche ein Anliegen sind.

Einen weiteren Aspekt brachte der Bischof der österreichischen altkatholischen Kirche, John Okoro, in seiner Predigt zur Sprache. Er stellte ganz den Gedanken der Liebe in den Mittelpunkt, wie ihn Jesus in der Bergpredigt als Kernbotschaft formuliert hat. Liebe gegenüber den Nächsten, gegenüber den Feinden, gegenüber der Wahrheit – Liebe als Lebenshaltung, die den Menschen Zuversicht und Hoffnung gibt. Aber auch Liebe zu sich selbst um als Person nicht verloren zu gehen.

Aus der ganzen Schweiz waren am Samstag, 12. September, Gläubige aus allen Gemeinden nach Zürich gereist, um die Weihe ihres neuen Bischofs mitzufeiern. Auch viele Gäste waren angereist. Aus der Ökumene waren unter anderem Bischof Ivo Fürer als Vertreter der Schweizerischen Römisch-katholischen Bischofskonferenz und Pfr. Thomas Wipf als Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes anwesend. Metropolit Jeremias aus Genf vertrat den Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel. Von der lutherischen Kirche von Schweden nahm Bischof Jonas Jonson teil, mit der die altkatholischen Kirchen auf internationaler Ebene einen theologischen Dialog führen.

Die Konsekration wurde vom Erzbischof von Utrecht, Dr. Joris Vercammen, dem Präsidenten der Internationalen Altkatholischen Bischofskonferenz durch Handauflegung vorgenommen. Ihm folgten die Bischöfe aus den anderen altkatholischen Kirchen sowie die anwesenden Bischöfe verschiedenen anglikanischen Kirchen aus Europa und den USA, mit denen die altkatholischen Kirchen in voller Gemeinschaft stehen. Nach der Handauflegung wurden Dr. Rein die bischöflichen Insignien überreicht: Das Evangelienbuch als Zeichen der Verkündigung, der Ring als Zeichen der Verbundenheit mit der Kirche, die Mitra als Zeichen des Schutzes und des Heils und der Stab als Zeichen des Hirtendienstes.

Am Schluss des Gottesdienstes legte Bischof Harald Rein vor den Vertretern der christkatholischen Kirche und vor den Regierungsvertretern von Bund und Kantonen – unter ihnen Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf – das Treueversprechen auf die Verfassungen der Kirche und des Staates ab, worauf er feierlich und unter dem Applaus der Gläubigen und der Gäste zum rechtmässigen Bischof der Christkatholischen Kirche der Schweiz proklamiert wurde.

Bern, den 12. September 2009 Maja Weyermann
Informationsbeauftragte der
Christkatholischen Kirche

 

Tagesschau vom 12.09.2009

 

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