2004: Linz AT – „Vom Kirchenportal zum Internetportal“

Beim Laienforum 2004 in Linz war das Thema: “Das Gesicht der altkatholischen Kirche des 21. Jahrhunderts in der Öffentlichkeit” (Werbung und Öffentlichkeitsarbeit in den und für die altkatholischen / christkatholischen Kirchen – „wie bekommt unsere Kirche ein Gesicht“). Hier wurden Anregungen für die Medienauftritte der Alt-/Christkatholischen Kirchen der Utrechter Union erarbeitet (Kirchenzeitungen, Internetauftritt, Prospekte, Schaukästen usw) und über die organisatorische Weiterführung des Laienforums beraten.

Das „Internationale Altkatholische Laienforum“ in Linz

Von 12. bis 15. August fand heuer in Linz das jährlich in ein anderes Land wechselnde internationale altkatholische Laienforum statt. Nachdem sich beim Laienforum 2003 in Zürich Peter Kronewitter bereit erklärte, dass das nächste Forum in Österreich stattfinden könne, hatte unser Kirchenrat als Vertreter der österreichischen altkatholischen Kirche im Laienforum ein Jahr lang Zeit, die heurige Veranstaltung vorzubereiten. Nach Rücksprache mit unserem Kirchengemeindevorstand und mit der Kirchenleitung in Wien wurde schließlich Linz als Tagungsort festgelegt.

Das Motto des heurigen Treffens war “Das Gesicht der altkatholischen Kirche des 21. Jahrhunderts in der Öffentlichkeit – wie bekommt unsere Kirche ein Gesicht“. Das Thema war also Werbung und Öffentlichkeitsarbeit in den und für die altkatholischen / christkatholischen Kirchen.

Dem Linzer Vorbreitungsteam war bei der Wahl des Tagungsortes wichtig, Unterkunft für auswärtigen Teilnehmer, Verpflegung für das gesamte Laienforum und einen Seminarraum mit Möglichkeiten für Gruppenarbeiten in verschiedenen Räumlichkeiten in einem Haus vereint zu finden. Die Wahl fiel auf das Gästehaus „Sommerhaus“ des Julius-Raab-Studentenheimes in Linz Dornach, das alle diese Bedingungen erfüllte und zudem durch ein attraktives Preisangebot positiv auffiel und dadurch den Zuschlag bekam.

Die Vertreter der altkatholischen Kirchen von Österreich, der Schweiz und den Niederlanden (Deutschland hat derzeit keinen nominierten Vertreter für das Laienforum, der Vertreter der Altkatholischen Kirche in Tschechien konnte erst am Donnerstag anreisen) trafen sich bereits einen Tag vor dem offiziellen Beginn des Forums zu Vorbesprechungen, den Ablauf und die Inhalte der Tagung betreffend (Moderationen, Schlussplenum, Gottesdienstgestaltung Sonntag) sowie bereits das Forum 2005 vorzuplanen und das Forums 2006 am Altkatholikenkongress in Freiburg im Breisgau zu terminisieren.

Die eigentliche Veranstaltung begann Donnerstag um 18 Uhr in unserer Pfarrkirche „Zur heiligen Epiphanie“ im Prunerstift mit einer Abendandacht als Eröffnung. Unser Bischof Bernhard Heitz gab uns die Ehre, neben den Geistlichen Pfarrer Klemens Haas, Dr. Albert Haunschmid und Sandor Balla am Gottesdienst mitzuwirken und die 35 Teilnehmer, die aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Tschechien angereist waren, zu begrüßen. Nach dem Gottesdienst wurden alle Anwesenden im Gemeindesaal zu einem rustikalen Abendessen eingeladen. Anschließend übersiedelten die Teilnehmer wieder in den Kirchenraum und das Laienforum begann mit einer Vorstellungsrunde. Im ersten Arbeitsblock wurde folgende Fragen an die (leider nicht anwesenden) Journalisten gerichtet:

  • “Was wissen wir Journalisten von ihrer Kirche?“
  • “Was würde uns an ihrer Kirche interessieren?“
  • “Was ist für uns an ihrer Kirche nicht interessant?“

Die Antworten blieben natürlich aus, statt deren wurde das Fernbleiben der Medienvertreter (die trotz schriftlicher Einladung an verschiedenste Organisationen teils abgesagt, zum Großteil aber nicht einmal geantwortet hatten) von den Forumsteilnehmern analysiert.

Der Freitag begann mit einer Morgenandacht, gestaltet von der Schweizer Gruppe, in der Hauskapelle des Julius-Raab-Heimes, die uns dankenswerterweise von der Leitung des Gästehauses „Sommerhaus“ zur Verfügung gestellt wurde. Anschließend trafen sich die Teilnehmer der Tagung im Seminarraum im Dachgeschoß zum 2. Arbeitsblock; in Ländergruppen wurde die Frage „Öffentlichkeitsarbeit – was bedeutet das heute in unserer Ortskirche?“ erörtert. Die Ergebnisse dieser Gruppenarbeiten wurden im 3. Block mit beeindruckenden Präsentationen dem Plenum vorgestellt, wobei jede Landeskirche mit anderen Spezialitäten aufwarten konnte. Mit einem Impulsreferat von Lisbeth Borer zu den Themen „Information/Kommunikation/Mission – Unterscheidung und Anwendung“ endete der Vormittag. Nach dem Mittagessen im Speisesaal des Gästehauses war Freizeitprogramm angesagt: eine Busfahrt nach St. Florian bei Linz mit dortiger Vorführung der Brucknerorgel in der Stiftskirche und anschließender fachkundiger Führung durch das ganze Augustiner-Chorherren-Stift erfreute die Teilnehmer. Zurückgekehrt in das Gästehaus, stand noch eine arbeitsame Abendaktivität auf dem Programm: eine kleine Gruppe des Forums traf sich mit Vertretern der Ökumene (von der römisch – katholischen [Weltgebetstag der Frauen], der evangelisch-methodistischen und der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage = Mormonen). In diesem Arbeitsblock wurden die Fragen

  • „Was wissen wir von ihrer Kirche?“
  • „Was würde uns an ihrer Kirche interessieren?“ und
  • „Wo ist für uns Zusammenarbeit interessant, wo kein Bedarf?“ diskutiert.

Nach der Abendandacht in der Hauskapelle, gestaltet von den Teilnehmern aus den Niederlanden, wurden schließlich in einem letzten Arbeitsblock dieses Tages vom gesamten Forum gemeinsam mit Vertretern der Ökumene beim „Ritteressen“ in einem nahe gelegenen Heurigenlokal die Unterschiede der christlichen Kirchen speziell in deren Öffentlichkeitsarbeit erörtert.

Am Samstag startete das Laienforum nach der Morgenandacht, gestaltet von der deutschen Gruppe, mit Gruppengesprächen zum Thema „Verändern sich die Aufgaben und Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit durch die Informationen von den Medienvertretern, aus den Ländergruppen und aus der Ökumene?“. Nach der Pause wurden im Plenum die Ergebnisse präsentiert und die Gruppenresultate gegenseitig ausgetauscht und diskutiert. Außerdem wurden in diesem Block auch so wichtige generelle Themen wie „Ort und Thema des Laienforums 2005“ und „Vorschau auf das Leinforum beim Altkatholikenkongress 2006 in Freiburg im Breisgau“ erörtert. Die Ergebnisse dieser Themen können so wie alle Resultate des heurigen Laienforums im Schlussresümee nachgelesen werden.

Nach dem Mittagessen fuhr man mit der Straßenbahn zum Hauptplatz, wo bereits der Linzer City Express, ein kleiner Bummelzug, der durch die Straßen der Stadt fährt, für eine Stadtrundfahrt wartete. Diese war sehr informativ, zeigte die Sehenswürdigkeiten insbesondere der Altstadt und endete beim Maria-Empfängnis-Dom, wo die Gäste bereits zu einer Domführung erwartet wurden. Nach deren Ende bekamen wir noch die Möglichkeit, eine Andacht mit Gebeten, Lesungen und Gesängen, arrangiert von der tschechischen Gruppe, im riesigen Innenraum zu halten. Sogar ein spiritueller Tanz wurde von einer tschechischen Teilnehmerin dargeboten. Nach kurzer Freizeit traf man sich wieder auf dem Hauptplatz, von wo es zu einer Exkursion auf das Linzer Wahrzeichen, den Pöstlingberg, ging. Die Bergbahn brachte alle mit einem Sonderwagen zum Gipfel, wo die Wallfahrtskirche besichtigt und ein Imbiss eingenommen werden konnte. Nach der Talfahrt gab es auch an diesem Tag ein arbeitsreiches Abendprogramm: eine Gruppe bereitete die Inhalte des Abschlussgottesdienstes für nächsten Tag vor, eine andere arbeitete an der schriftlichen Fassung der Beschlüsse und einer Zusammenfassung der Ergebnisse in einem Gesamtresümee.

Der Sonntag schließlich war dem Schlussgottesdienst vorbehalten, in dem sich das Laienforum durch die Auswahl der Lieder, mittels dreisprachiger Lesung (deutsch, holländisch und tschechisch), mit den Fürbitten und an Stelle der Predigt einer Präsentation der Ergebnisse einbrachte. In dieser wurden im Altarraum durch ein ausgebreitetes Leintuch mit draufgelegten Zeichnungen von Köpfen die vielen Gesichter unserer Kirche symbolisiert. Mit ausgezogenen Schuhen in der Hand kamen die einzelnen Ländergruppen durch den Mittelgang in den Altarraum und legten ihre Schuhe auf das Tuch. In dieser Ehrfurchtsgeste vor Gott wurde auch angedeutet, dass man einen Anderen erst dann richtig verstehen kann, wenn man seine Schuhe trägt. In einem Interview, das den Mediencharakter des Forums darstellen sollte, berichteten auf die Fragen der „Reporter“ die einzelnen Ländervertreter über ihre bisherigen Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit und was die Teilnehmer der einzelnen Länder von den Ergebnissen der Arbeitsblöcke für ihre Kirche mit nach Hause nehmen wollten. Am Schluss erhielten alle Teilnehmer des Laienforums noch ein kleines Andenken an Linz mit nach Hause: ein Faltblatt mit einer historischen Ansicht des Linzer Hauptplatzes, einem Bild der Prunerstiftskirche und einem Spruch sowie ein kleines Linzer Törtchen. Nach dem Gottesdienst fanden sich alle im Gemeindesaal ein, wo gemeinsam mit der Linzer Kirchengemeinde das abschließende Mittagessen eingenommen wurde. Nach dem regnerischen Samstag hatte das Wetter wieder Sonnenschein parat, so dass den Grillmeistern Zimmermann und Korntner im Hof des Prunerstifts die aufgestellten Gartenschirme als Sonnen- und nicht als Regenschutz dienten.

Ein großer Dank gebührt allen Helfern der Kirchengemeinde Linz bei der Vorbereitung und Abwicklung des Laienforums 2004, allen voran unserem Pfarrer Klemens Haas, der dem Organisationsteam unter der Leitung von Peter Kronewitter mit Rat und Tat zur Seite stand, und der Vorsitzenden des Linzer Gemeindevorstands Christa Korntner. Danke auch der Linzer Kirchengemeinde für die Übernahme der Kosten des Abschlussessens und der Kirchenleitung für den finanziellen Zuschuss, der neben dem Beitrag der Teilnehmer die vielen Ausgaben und Aufwendungen abdeckte.

Das nächste Laienforum findet Mitte August 2005 in den Niederlanden statt. Die Teilnahme ist wie bisher freiwillig und an keine Beauftragung durch die Kirchengemeinde gebunden. Jeder interessierte und engagierte Laie ist willkommen, Anmeldung genügt. Nur geringe finanzielle Möglichkeiten sollen dabei kein Hinderungsgrund sein, wichtiger ist uns der Wille zum mitdenken, mitreden und mitteilen. Unterstützungen sind möglich für Einzelpersonen oder Gruppen, die mit ihren eigenen Mitteln an die Grenzen stoßen.

Das ausführliche Ergebnis

“Das Gesicht der altkatholischen Kirche
des 21. Jahrhunderts in der Öffentlichkeit”
(Werbung und Öffentlichkeitsarbeit in den und für die altkatholischen / christkatholischen Kirchen –

„wie bekommt unsere Kirche ein Gesicht“)

 

Ergebnisse und Beschlüsse:

1. Die Punkte der einzelnen Ländergruppen im Detail:

Ziele der Öffentlichkeitsarbeit:

  • Oberziel ist es, unsere Kirche für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
  • Zielgruppen sind Suchende im „luftleeren Raum“ (auch solche ohne Konfession, oder die von ihrer Konfession enttäuscht/distanziert sind). Wir dürfen uns nicht auf die Abgrenzung von der r.-k. Kirche beschränken! Wir haben auch ein Angebot für Menschen (z.B. aus protestantischen Kirchen), die sinnliche liturgische Erfahrung suchen. Überhöhte liturgische Sprache kann aber Suchende abschrecken.
  • Weil wir von der Wichtigkeit und Notwendigkeit unserer Art von Kirche überzeugt sind, wünschen wir uns eine Wachstumskirche – da sie ihren Aufbau und Sinn für die Zukunft hat. Qualitatives Wachstum muss vor quantitativem stattfinden. Worin besteht die Qualität? Identität stärken – in Menschen investieren – Einwurzeln ermöglichen – eine Weggemeinschaft auch in schwierigen Situationen sein. Wenn wir wachsen wollen, dürfen wir keine Vorbehalte gegen bestimmte Menschengruppen haben. Jugendarbeit ist für eine Wachstumskirche besonders wichtig.
  • Öffentlichkeitsarbeit muss kontinuierlich vorhanden sein und über verschiedene Kanäle laufen, in der gesamten Spannweite.

Vom Kirchenportal…

Es beginnt mit der Beschilderung unserer Kirchen als „altkatholisch“, mit der Angabe der Gottesdienstzeiten, mit dem Hinweis auf „Eucharistie für alle“. Die Kirchen sollen möglichst auch außerhalb der Gottesdienste geöffnet werden.

… zum Internetportal

Besonders junge Menschen suchen Erstinformation im Internet. Unsere Internetauftritte müssen zielgruppengerecht und aktuell gestaltet werden.

Wichtig ist das Gespräch, der persönliche Zugang zur altkatholischen Kirche über Mitglieder. Jedes Mitglied ist Öffentlichkeitsarbeiter im weitesten Sinn! Der Kontakt zu Medienschaffenden (Presse, Rundfunk, Fernsehen) muss gesucht und gepflegt werden.

Bekanntmachungen von Gottesdiensten und Veranstaltungen in den Medien sollen mit dem Hinweis versehen werden: „Auch als Nichtmitglied sind Sie herzlich willkommen.“

Berichte über Erzählenswertes sollen uns als lebendige Gemeinschaften darstellen. Es kommt darauf an, was für unsere Adressaten interessant ist.

Ansprechendes Informationsmaterial muss zur Hand sein. Verschiedene Aktionen brauchen verschiedene zielgerichtete und kreative Mittel: Faltblätter, Postkarten, Aufkleber, CD mit Bildschirmschoner… Form und Inhalt müssen aufeinander und auf die Zielgruppe abgestimmt sein.

Auch in neutralen oder konfessionsübergreifenden Informationsmedien soll unsere Kirche/Gemeinde vertreten sein (Hinweise auf Pfarramt, Kirche, Gottesdienstzeiten in Fremdenführern oder ökumenischen Informationsblättern).

Die Informationen, die wir weitergeben, sollen unsere Alleinstellungsmerkmale herausstreichen.

Welche Information über die Kirche müssen wir anbieten?

Christliches Grundwissen fehlt immer mehr Menschen. Wir müssen dieses Defizit überbrücken, aber darüber hinaus das spezifische Profil der altkatholischen Kirche vermitteln:

  • Synodal – demokratisch – tolerant
  • Gewissensfreiheit („mit gutem Gewissen katholisch sein“)
  • Priesterweihe für Frauen
  • Kein Zwangszölibat
  • Freie Wahl des Bischofs
  • Wiederverheiratung Geschiedener
  • Eucharistie für alle
  • Wir bieten, was Römisch-Katholische sich wünschen. Die Forderungen des Kirchenvolksbegehrens in Deutschland und Österreich sind bei uns erfüllt.
  • Spezifische Beratungsangebote in schwierigen Lebenslagen

Wir dürfen jedoch nicht bei der Information stehen bleiben, sondern müssen den Dialog wagen und unsere Öffentlichkeitsarbeit professionell gestalten, um Wachstumskirche zu werden.

 

 

2. Allgemeine Beschlüsse im Plenum:

2.1. Anregung für die Alt- / Christkatholischen Kirchenzeitungen:

Die Kirchenzeitungen sollen untereinander zwingend in engem Kontakt stehen, damit Artikel / Berichte / Ankündigungen gleichzeitig erscheinen können und nicht erst nach dem Erscheinen in einer von anderen Kirchenzeitungen übernommen werden, das heißt schon vor dem Erscheinen zwischen den Kirchenzeitungen weitergeschickt werden und dadurch ein gleichzeitiger Erscheinungstermin möglich wird.

2.2. Internetauftritt des Laienforums selbst:

Das Gremium „Laienforum“ ist so wie z. B. Altkatholikenkongress, Theologenkonferenz, IAKJ (internationale altkatholische Jugend) und andere auf der Homepage der Utrechter Union vertreten. Allerdings nur mit einer Beschreibung und nicht mit Ankündigungen oder Berichten. Die bisher bestehende Site, die aus den NL gestaltet wurde, wurde gemäß Beschluss des LF 2003 aufgegeben. Es wurde auch beschlossen, keine anderen Kanäle oder eigene Sites mehr zu benützen. Für den Interessenten soll eindeutig erkennbar sein, ob es sich um nationale oder internationale Angelegenheiten handelt. Wie im Vorjahr beschlossen, ist Peter Kronewitter (A) mit Unterstützung aller Landesvertreter (wegen der Mehrsprachigkeit) verantwortlich für die Organisation des Internetauftritts des Laienforums. Die Organisation soll über das Büro der Utrechter Union in Bern laufen, wo aber eine regelmäßige Wartung der Seite mit aktuellen Terminen oder Berichten (auch wenn sie geliefert werden) abgelehnt wurde wegen Unmöglichkeit der Übernahme der Verantwortung des Inhalts. Daher war die Ausübung dieser Funktion bisher fast nicht möglich.
Die Utrechter Union ist ein Verband von Bischöfen. Das LF stellt die Fragen: „Und die anderen („Nicht-Bischöfe“)?“ „Ist es sinnvoll, dass internationale altkatholische Gremien auf dem Label der Utrechter Union nur als Beschreibung erscheinen?“ „ Wo sollen internationale altkatholische Gremien ihren laufenden / aktuellen Auftritt haben?“ Es ist ein Unterschied, ob auf einer Internetseite Ankündigungen und Berichte stehen oder nur eine Beschreibung einer Institution.

2.3. Organisatorische Weiterführung des Laienforums:

Die Ankündigung soll mehrmals in entsprechenden Abständen erscheinen (Erinnerungseffekt). Es sollen hierzu alle Medien genützt werden (Landes- und Gemeindekirchenzeitung, Internet [siehe oben], eventuell auch öffentliche Medien [speziell in der Veranstalterregion]) bzw. Direktzuschriften an ehemalige / potentielle Teilnehmer. Die Ländervertreter erhalten von der veranstaltenden Stelle die Detailinformation und liefern diese weiter an ihre Kirchenzeitung, Kirchenleitung, alle Kirchengemeinden des Landes und schreiben ehemalige / potentielle Teilnehmer direkt an.
Die Anmeldefrist soll einerseits sehr nahe dem Veranstaltungsdatum liegen, um eine möglichst flexible (Urlaubs-) Einteilung seitens der Teilnehmer zu ermöglichen. Andererseits wird ein Tagungsort, in dem Forum (Seminarraum), Unterkunft und Verpflegung an einer Stelle durchführbar sind, bevorzugt (Gruppenpreis, Gemeinschaft, Austauschmöglichkeit der Teilnehmer untereinander). Das bedingt allerdings einen möglichst frühen Anmeldeschluss, da die entsprechenden Einrichtungen (z. B. Seminarhotels) eine langfristige (Vor-)Reservierung verlangen. Daher lautet der Vorschlag des LF an die jeweiligen Veranstalter: Der Anmeldeschluss für Teilnehmer soll möglichst nahe dem Veranstaltungsdatum liegen (inkl. Unterkunft usw.), sollte sich jemand später anmelden, ist er selbst für Unterkunft (und Verpflegung) verantwortlich.

Manchen (potentiellen) Teilnehmern erscheint die Teilnahme am Forum bei der Ankündigung bereits als „zu teuer“; zusätzlich sind einige Urlaubstage zu investieren.

Bezüglich Ablaufs des Forums sprachen sich 16 von 29 bei der Abstimmung anwesenden Teilnehmern für einen um einen Tag vorverlegten Beginn aus (d. h. Mittwoch abends), 11 für einen Beginn am gleichen Tag wie bisher, jedoch zu einer früheren Zeit (d. h. Donnerstag mittags) und keiner für eine Beibehaltung des Donnerstag-Abend-Beginns aus (2 Stimmenthaltungen). Der Nachteil der Nachtanreise bzw. Anreise am Vortag beim Mittagsbeginn und der Vorteil der Taganreise bei Beginn um einen Tag früher am Abend (jedoch 1 Tag Mehraufwand) sind zu vernachlässigen, da die Teilnehmer je nach Region unterschiedlich davon betroffen sind.

 

2.4. Finanzielle Probleme und Lösungsansätze:

Um eine finanzielle Basis zu schaffen (Wanderkasse“, „Laienforum-Topf“), soll der Verein „Laienforum Schweiz“ für Mitglieder aus dem Ausland geöffnet werden. Die Mitgliedschaft soll möglich sein sowohl für Einzelpersonen (potentielle oder tatsächliche Teilnehmer und Gönner) als auch für Organisationseinheiten (Kirchengemeinden oder Landeskirchen).

Folgende weitere Vorschläge / Möglichkeiten wurden diskutiert, jedoch unter dem obigen Aspekt nachrangig betrachtet:

  • Unterstützung bedürftiger Teilnehmer durch ihre Kirchengemeinden auf eigenes Ansuchen
  • Unterstützung bedürftiger Teilnehmer durch ihre Landeskirche / Kirchenleitung durch Vermittlung des Landesvertreters des LF
  • Unterstützung des LF durch Kirchengemeinden oder Landeskirchen in Form von Budgetposten im Jahreshaushalt
  • Zurverfügungstellung einer Kollekte pro Jahr (jeder Kirchengemeinde) an das LF
  • differenzierter / gestaffelter Tagungsbeitrag der Teilnehmer je nach Kaufkraft des Landes des Teilnehmers
  • Tagungsbeitrag höher als tatsächlich notwendig, weil er Subvention für Bedürftige enthält

Wir wollen keine Rezepte verkaufen, sondern vom realen kirchlichen Leben anderer erfahren. Mit dem Wissen darum, was wo warum gelingt oder misslingt, kommen wir vielleicht etwas von einer unguten Nabelschau weg und stärken wir uns gegenseitig. So kann das Laienforum einmal mehr zur Tankstelle für engagierte Laien werden.